10.Tag

Posted by on 11. September 2011

In Tetaoun begann der Tag wie geplant mit dem Weckruf den Muezzins. Unsere Fahrzeuge wurden während wir schliefen von einem freundlichen älteren Mann bewacht, der aber nicht verhindern konnte, dass die Zwickmühle landestypisch von zwei dicken Daimlern blockiert wurde. Also warteten wir im Café bis die beteiligten Fahrzeugbesitzer vom Aufpasser geweckt wurden. Dann ging’s los Richtung Taza. Erst folgten wir einer klassischen gelben Route die wie immer auch schon unterhaltsam war. Da wir ohne Frühstück losfuhren hielten wir in dem kleinen Ort tahar souk an. Aber auch dort war leider kein Restaurant oder ein Cafe mit Baguettes oder irgendwas zu essen zu finden. Da wir anfangs relative Sorgen hatten die Leute zu filmen und unsere Kamera in grösseren Orten rauszuholen, probierten wir es in tahar souk, da die Leute unglaublich nett und nicht aufdringlich waren, wie sonst oft. Die Rache folgte auf schnellem Fuß: Just vor dem Ortsausgang lauerte die lokale Polizei auf uns und befragte uns 1,5 Stunden. Es gab zwar gratis Tee, aber irgendwie haben wir ein komisches Gefühl, dass wir irgendwie verpetzt wurden. Danach ging’s auf einer kleinen weißen Straße weiter bis es irgendwann eben nicht mehr weiterging. Das die Brücke vor uns nur Löcher hatte durch die man gucken konnte, ist harmlos ausgedrückt. Sie war definitiv nicht befahrbar. Also mussten wir den Fluss durchqueren! Und es ging! Als wir dann dachten, mehr könnte nicht passieren, riss 10km vor unserm Tagesziel Taza der Kupplungsbowdenzug von Mopsens Mopped. Er hatte ein Reparaturset dabei, mit dem wir den Zug notdürftig flicken konnten. Mein alter Ersatzbowdenzug von Boris (danke) passte leider nicht in die 650er DR. Um es spannend zu machen fing 150m neben uns auch ein Steppenfeuer ordentlich an zu lodern und dunkel wurde es auch. Aber wir haben es gepackt, sind jetzt in Taza und haben jetzt auch mal was gegessen, ausser Keksen.
PS: Natürlich bremsen wir für Tiere! Heute hat Mops vorbildlich ein Huhn vorm Suizid gerettet.

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6 Responses to 10.Tag

  1. Wolfgang

    Ich setze trotzdem weiter 10 € auf den Gesamtsieg von Mops 🙂
    Die eingeborenen Schrauber werden den Kupplungszug schon haltbar machen.
    Spezielle Grüße an Roman und viel Spaß Euch allen

    von Wolfgang aus Berlin

  2. Giggles

    Salam Alaikum, Marhaban Fil Maghreb.

    Ein herzliches Willkommen in Marokko.

    Hier noch ein paar Tipps für den Alltag:

    In Marokko ist der Freitag ein Feiertag für die Muslime, genauso wie bei uns der Sonntag, der heiligste Tag der Woche ist. Deshalb sollte man versuchen seine wichtigsten Geschäfte in Marokko nicht unbedingt freitags erledigen.

    Beim Handeln in Marokko, sollte man wenn Sprachschwierigkeiten auftreten, nicht mit den Füßen versuchen etwas im Staub des Bodens aufzuzeichnen, weil die Füße bei den Arabern als unrein gelten, da fühlen sie sich schnell beleidigt und der Handel oder das Gespräch kann aggressiv ablaufen.

    Beim Handeln nennen die Araber im Allgemeinen keine Zahlen, sondern tippen mit einem Finger auf den Handrücken. Dabei bedeutet einmal mit dem Finger antippen die Zahl Zehn, Hundert oder Tausend, wenn ein Marokkaner beim Handeln sein Gegenüber zwei mal auf den Handrücken oder Unterarm tippt bedeutet das 20 Dirham oder 200 Dirham oder eben 2000, bei 3 mal antippen dementsprechend und so weiter.

    Und denkt immer daran:

    „Ein GPS sagt dir genau wo du verdurstest!“.

    Sehnsuchtsvolle Grüße aus der Ferne
    Giggles

  3. TCitR

    da bekommt man ja richtig fernweh beim lesen…
    lg aus berlin
    benni

  4. Jana

    Bin stolz auf Mops, dass er Huhn gerettet hat!
    Grüße aus B.

  5. Wedallica

    Da seid Ihr ja schon gut vorangekommen – hoffe, daß es keine größeren technischen Ausfälle gibt… ansonsten immer an McGyver denken und den ausgelutschten Kaugummi nicht 8los wegwerfen – wer weiß, wozu man bestimmte Dinge noch mißbrauchen kann.

    Gruß aus F’Hain

  6. Sis

    Mhmmm…, von der Polizei verhört?! Da muss ich mal die besorgte Sis raushängen lassen. Denkt an die Neigung der arabischen Seele zur Verbrämung und Poesie. Sprecht mit Melancholie über eure vielen Brüder und Schwestern, über die besorgten Mütter und stolzen Väter, die Zuhause auf euch warten.

    „Der allein ist groß, der die Stimme des Windes in ein Lied verwandelt, das durch seine Liebe noch lieblicher wird.“ (Khalil Gibran, allerdings Libanese)

    Reist mit Bedacht!

    @giggles: sehr interessante Tipps

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