20. Tag

Posted by on 22. September 2011

Im französischen Kleinod war auch das Frühstück delikat. Danach gings die fahrzeugbreite Straße Tizi-n-Test herunter, die nicht umsonst Test heißt. Es heisst, dass auf dieser Passüberquerung mit Wahsinnsausblick auf die Souss Ebene schon manch einem schwindlig geworden ist. Von oben sieht man die hunderten Serpentinen sich ins Tal schlängeln. Danach verfuhren wir uns ewig auf noch nicht kartographierten, aber nagelneuen Bergstraßen. Nachdem wir wieder pünktlich zum Sonnenuntergang kein Quartier gefunden hatten und mitten in der Pampa hungrig überlegten unsere Zelte aufzuschlagen, kam ein Herr mit einem Toyota-Pickup vorbei. Der „Don“ hatte bündelweise Geld in der Tasche und lud uns ein auf einer Terasse im nächsten Dorf zu schlafen. Rund 20km später waren wir am Ziel. Ein völlig unbeleuchtetes Dorf in dem aber überall am Strassenrand, bei genauem Hinsehen Menschen saßen. Nur die „Kneipe“ war beleuchtet. Naja, Späti wäre der bessere Begriff, oder noch besser „Mos Eisley Raumhafen“. Zwar wie immer ohne Alkohol, dafür aber mit Fussball. Alle Marokkaner gucken Fussball. Unglaublich. Die Lokation selbst befand sich in einem noch nicht fertig gebauten Haus. Wir kauften Dosenfisch und bastelten uns mit dem typischen Fladenbrot einen Fischdöner. Köstlich. Danach gingen wir auf unsere Rohbau Dachterrasse direkt überm Raumhafen und schliefen unterm Sternenhimmel ein. Die Milchstraße leuchtete so hell, dass man kaum schlafen konnte. Vielleicht lag das Schlafproblem aber an den Bauarbeiten bis spät in die Nacht. Oder es lag an unseren Fussproblemen. Es schreit nach einer neuen Erfindung: hermetisch abriegelbare Schlafsäcke. 20110922-101554.jpg

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One Response to 20. Tag

  1. Mareen

    Jungs, das klingt einfach nach Abenteuer! Hunger, Spontaneität, Gestank, Sternenhimmel – nah am Leben dran. Ich genieße eure Berichte! (und hab endlich mal Zeit, in Ruhe zu lesen- ihr wisst ja … die Stadtneurose, die einen immer rasen lässt). Lieben Gruß, M.

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